Nicht jeder Raum kann schulisch freigegeben werden.
| Kapitel: | Starke Schulen für Braunschweig |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Christoph Schröder (KV Braunschweig) |
| Status: | Geprüft |
| Verfahrensvorschlag: | Übernahme |
| Eingereicht: | 27.05.2026, 20:07 |
| Kapitel: | Starke Schulen für Braunschweig |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Christoph Schröder (KV Braunschweig) |
| Status: | Geprüft |
| Verfahrensvorschlag: | Übernahme |
| Eingereicht: | 27.05.2026, 20:07 |
schaffen flexible bedarfsorientierte Lern- und Aufenthaltsbereiche. Darüber hinaus sollen diegeeignete Räumlichkeiten in Schulen auch von Vereinen, Musikschulen und im Quartier, z.B. als Tagungs- und Übungsräume,
Schulen sind mehr als Unterrichtsorte. Sie sind Lebensräume, soziale Ankerpunkte
in den Stadtteilen und zentrale Infrastruktur unserer Stadt. Als Kommune tragen
wir Verantwortung für Gebäude, Ganztagsbetreuung, Verpflegung, Schulwege,
Ausstattung und soziale Unterstützungssysteme. Unser Ziel ist es, alle
Braunschweiger Schulen zu modernen, klimafreundlichen und sozial gerechten
Lernorten weiterzuentwickeln, mit klarer kommunaler Verantwortung und
gesicherter Finanzierung.
Verlässlicher und vielfältiger Ganztag für alle Kinder
Mit dem bundesweiten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung wächst die kommunale
Verantwortung. Für uns ist klar: Es geht nicht nur um Plätze, sondern um
Qualität, Stabilität und Chancengerechtigkeit.
Ganztagsausbau an allen Grundschulen zügig umsetzen: Das Braunschweiger
Modellder Nachmittagsbetreuung ist ein Erfolgsmodell. Wir wollen den
Rechtsanspruch auf die ganztägige Betreuung so umsetzen, dass wir
schnellstmöglich alle Grundschulen in kooperative Ganztagsschulen nach dem
Braunschweiger Modell umwandeln. Solange Bundes- und Landesmittel diesen
Qualitätsstandard noch nicht vollständig absichern, muss die Stadt
Braunschweig die notwendige Gegenfinanzierung sicherstellen
Ganztag als kommunales Teilhabekonzept: Wir gestalten den Ganztag so, dass
für alle Kinder die bestmöglichen Entwicklungs- und Teilhabechancen
entstehen. Dazu stärken wir die Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfeträger
und Grundschulen mit Vereinen und Initiativen, damit die Qualität der
Schulbetreuung vielseitige gesellschaftliche Teilhabe fördert. Zudem
fördern wir die Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und
Grundschulen, um Übergänge individuell und unterstützend zu gestalten.
Gesund aufwachsen: Beste Bildung durch starke Schulen und gesundes Essen
Unsere Schulen sollten gesunde, aktive und inspirierende Orte des Lernens sein,
die über hochwertige Verpflegung und gesichertes Schulschwimmen durch
wohnortnahe Wasserflächen verfügen. Wir brauchen einen bewegten Alltag für ein
gesundes Aufwachsen aller Kinder.
Gesunde Schulverpflegung für alle: Auf Grundlage der Qualitätsstandards
der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) wollen wir den Anteil
biologischer und klimafreundlicher Speisen steigern. Ziel ist es, allen
jungen Menschen ein kostenfreies, einkommensunabhängiges Mittagessen
anzubieten, damit gesundes Essen keine Frage des Geldbeutels ist.
Wohnortnahes Schulschwimmen sicherstellen: Durch die Priorisierung des
Schulsports in Bädern, die feste Einbindung des Bades Gliesmarode und
optimierte Transportlösungen garantieren wir jedem Kind das sichere
Erlernen der Schwimmfähigkeit ohne lange Wege.
Aktiver Schulalltag und Bewegungsfreundlichkeit: Wir wollen unsere
Schulhöfe als multifunktionale Sportflächen gestalten und Vereine fest in
den Ganztag integrieren, um die körperliche Entwicklung sowie den sozialen
Zusammenhalt durch vielfältige, verlässliche Angebote nachhaltig zu
stärken.
Selbstständige Mobilität und geschützte Schulwege
Unsere Schulen sollen sichere Ankerpunkte sein, deren Zuwege konsequent auf die
Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet sind durch Verkehrsberuhigung und die klare
Priorisierung schwächerer Verkehrsteilnehmer*innen.
Schulstraßen konsequent ausbauen: Wir weiten das Modell der Schulstraßen
an Grundschulen durch temporäre Durchfahrtsverbote aus, um die Sicherheit
und Selbstständigkeit der Kinder direkt vor dem Schulgebäude zu erhöhen.
Fahrradfreundliche Schulstandorte gestalten: Wir erhöhen die Zahl
überdachter Stellplätze und verknüpfen alle Schulen mit dem städtischen
Radverkehrsnetz, um umweltfreundliche Mobilität von klein auf sicher und
attraktiv zu machen.
Gefahrenstellen im Quartier entschärfen: Durch die systematische
Evaluation von Schulwegen beseitigen wir Barrieren an Kreuzungen und
Gehwegen, damit Kinder ihre täglichen Wege im Stadtteil ohne Stress und
Gefahren selbständig bewältigen können.
ÖPNV-Taktung an Schulbedarfe anpassen: Wir fordern eine engere Verzahnung
der Fahrpläne mit den Unterrichtszeiten im Ganztag. Durch häufigere
Taktungen und optimierte Linienführungen sollen Schüler*innen verlässlich
und stressfrei zur Schule kommen. Damit niemand mehr zu spät in der Schule
ankommt, weil im Bus kein Einstieg mehr möglich war.
Klimafreundliche Gebäude und digitale Schule
Als Schulträgerin trägt die Stadt Braunschweig Verantwortung für Gebäude,
Ausstattung, technische Infrastruktur und organisatorische Rahmenbedingungen.
Wir investieren in moderne, nachhaltige und funktionale Schulstandorte, damit
ein moderner Schulalltag realisiert werden kann.
Multifunktionale Lernräume: Wir modernisieren bestehende Raumkonzepte und
schaffen flexible bedarfsorientierte Lern- und Aufenthaltsbereiche.
Darüber hinaus sollen diegeeignete Räumlichkeiten in Schulen auch von Vereinen,
Musikschulen und im Quartier, z.B. als Tagungs- und Übungsräume,
unkompliziert und kostengünstig genutzt werden.
Schulgebäude nachhaltig modernisieren: Wir treiben energetische
Sanierungen sowie den Hitzeschutz voran, um gesunde, klimaresiliente
Lernumgebungen zu schaffen, die den Anforderungen der kommenden Jahre
gerecht werden.
Professionelle Schul-IT garantieren: Wir professionalisieren die Schul-IT
durch eine zentrale kommunale Struktur für Wartung und Support, um die
Lehrkräfte konsequent von IT-Problemen zu entlasten. Ziel ist ein
störungsfreier digitaler Alltag mit moderner Hardware – von Smartboards
bis hin zu mobilen Endgeräten. Damit die pädagogische Arbeit wieder im
Mittelpunkt steht. Dabei setzen wir auf nachhaltige und datensichere
Lösungen.
Bedarfsgerechte Schulentwicklungsplanung: Wir richten die Planung
konsequent an tatsächlichen Bedarfen aus, um Ablehnungen gegenüber
Schulformen wie der IGS zu vermeiden und ein wohnortnahes, vielfältiges
Bildungsangebot in allen Stadtteilen sicherzustellen.
Finanzierung sichern: Durch regelmäßige Inflationsanpassungen der
Schulbudgets und die konsequente Umsetzung der Lernmittelfreiheit
garantieren wir, dass eine moderne Ausstattung und hochwertige
Bildungsmaterialien völlig unabhängig vom Einkommen der Eltern zur
Verfügung stehen.
Soziale Unterstützung und Demokratie vor Ort stärken
Kinder starten mit unterschiedlichen Voraussetzungen ins Schulleben. Wir tragen
Verantwortung dafür, soziale Benachteiligungen durch gezielte
Unterstützungssysteme vor Ort abzufedern und allen Kindern faire
Entwicklungsbedingungen zu ermöglichen.
Chancengleichheit und Inklusion: Wir bauen die Schulsozialarbeit
bedarfsgerecht aus, vorrangig an Grundschulen mit besonderem
Unterstützungsbedarf. Ergänzend schaffen wir kommunale Stellen für
Schulpsycholog*innen, um Kinder und Jugendliche bei psychischen
Belastungen frühzeitig zu unterstützen und Schulen gezielt zu entlasten.
Durch unbürokratische Schulbegleitung sowie verbesserte räumliche und
organisatorische Bedingungen sichern wir echte Inklusion und faire
Startchancen für jedes Kind.
Demokratie und Wertebildung: Wir stärken die Demokratiebildung durch
außerschulische Lernorte, das Konzept „Schule der Vielfalt“, queere
Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit an Schule sowie die
Wiedereinführung des Nachhaltigkeitspreises. So fördern wir
gesellschaftliches Engagement und ein respektvolles Miteinander direkt im
Schulalltag. Zudem verstetigen wir kommunal unterstützte
Demokratiebildungsprojekte an Braunschweiger Schulen und sichern diese
dauerhaft durch die Förderung freier Träger ab.
Berufseinstieg ohne Warteschleifen: Für einen lückenlosen Übergang in den
Beruf forcieren wir die Kooperation zwischen Schulen, Betrieben und
Beratungsstellen. Eine automatische Erfassung und Weitervermittlung
Jugendlicher schließt Informationslücken und verhindert einen Leerlauf
nach dem Schulabschluss.
Nicht jeder Raum kann schulisch freigegeben werden.
Kommentare