Ein Wort ist dort zu viel
| Kapitel: | Mobilität für alle – sicher & klimafreundlich |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Martin Steinel |
| Status: | Angenommen |
| Verfahrensvorschlag: | Übernahme |
| Eingereicht: | 17.05.2026, 15:08 |
| Kapitel: | Mobilität für alle – sicher & klimafreundlich |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Martin Steinel |
| Status: | Angenommen |
| Verfahrensvorschlag: | Übernahme |
| Eingereicht: | 17.05.2026, 15:08 |
sind die Zielnetze für Fuß-, Rad- und Autoverkehr bereits festgelegt. Wir setzen uns dafür ein, dass die Maßnahmen schnellstmöglich in umgesetzt werden.
Eine gute Mobilität entscheidet darüber, wie lebenswert unsere Stadt ist. Unser
Ziel ist ein Verkehrssystem, das Menschen sicher ans Ziel bringt, das Klima
schützt und allen die Teilnahme am städtischen Leben ermöglicht – unabhängig von
Alter, Einkommen oder Wohnort.
Wir wollen, dass viele Menschen auch weite Wege in der Stadt oder in die Stadt
bequem, möglichst im Umweltverbund, zurücklegen können. Dafür setzen wir auf
eine klare Stärkung aus Fuß, Radweg und ÖPNV-Nutzung, auf Verkehrssicherheit und
eine faire Aufteilung des öffentlichen Raums.
Verkehr in der Innenstadt neu ordnen: gut erreichbar und besser
organisiert
Die Braunschweiger Innenstadt soll für alle gut erreichbar bleiben, egal ob zu
Fuß, mit dem Rad, dem ÖPNV oder dem Auto. Gleichzeitig wollen wir den Verkehr so
steuern, dass es weniger Stau, weniger Lärm und mehr Platz für Menschen gibt.
Eine kluge Organisation von Verkehr und Parken sowie gute Alternativen zum
eigenen Auto sind dafür entscheidend.
Intelligentes Parkraummanagement in den Ringgebieten: Wir wollen die
innenstadtnahen Wohnquartiere entlasten. Dies soll ermöglicht werden durch
mehr Zonen für das Anwohnendenparken und Kurzzeitparkplätze für Handwerk,
Liefer- und Servicedienste sowie Ladestationen für E-Fahrzeuge und E-
Bikes.
Der Weg zu freien Parkplätzen: Ein digitales, modernes Parkleitsystem
leitet gezielt zu freien Parkplätzen, auch in den Parkhäusern.
Entlastung durch vielfältige Leihsysteme: Wir reservieren weitere Flächen
für Carsharing-Angebote stadtweit, so dass ein eigenes Auto seltener
notwendig ist - das spart Geld und schafft Platz. Das Bikesharing mit dem
VeloLeo war eine erfolgreiche grüne Initiative, die wir auf weitere ÖPNV-
Umsteigepunkte ausweiten wollen. Für E-Scooter wollen wir flächendeckend
klar definierte Abstellstationen einrichten.
Die Verkehrswende vor Ort umsetzen
Die Verkehrswende ist ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität.
Wir wollen klimafreundliche Mobilität so gestalten, dass sie für alle gut
nutzbar und im Alltag naheliegend ist. Dafür setzen wir auf einen starken
Umweltverbund aus Fußverkehr, Radverkehr und öffentlichem Nahverkehr.
Kommunale Gestaltungsaufgabe Verkehrswende: Wir machen Braunschweig mobil,
indem wir attraktive Alternativen zum Auto schaffen und die Verkehrsmittel
besser miteinander verknüpfen. Kurze Wege und eine gute Erreichbarkeit der
Stadtteile sind dafür entscheidend. Mit dem Mobilitätsentwicklungsplan
sind die Zielnetze für Fuß-, Rad- und Autoverkehr bereits festgelegt. Wir
setzen uns dafür ein, dass die Maßnahmen schnellstmöglich in umgesetzt
werden.
Umweltverbund stärken: Stark frequentierte Haltestellen sollen sichere
Fahrradabstellanlagen erhalten. Das Park+Ride-Angebot wird dabei ebenfalls
durch kurze Wege und sichere Parkplätze attraktiver gestaltet. Ein
leistungsfähiger öffentlicher Nahverkehr ist das Rückgrat unserer
Mobilitätsstrategie. Wir setzen auf den massiven Ausbau des
Stadtbahnnetzes und technologische Innovationen, um den Umstieg auf Bus
und Bahn dauerhaft attraktiv, verlässlich und zukunftssicher zu gestalten.
Soziale Tarifstrukturen: Bezahlbare Mobilität ist für uns ein zentraler
Teil der Verkehrswende. Wir setzen uns für kostengünstige Tickets für
Schüler*innen, Auszubildende und Studierende sowie für attraktive Angebote
für Familien und Senior*innen ein. Gleichzeitig wollen wir Sozialtickets
stärken und weiterentwickeln, damit auch Menschen mit geringem Einkommen
zuverlässig und bezahlbar mobil sein können.
Verlässliche Finanzierung des ÖPNV: Wir setzen uns für den Ausbau der
ÖPNV-Linien und dichtere Takte ein. Dafür braucht es eine verlässliche
Finanzierung, die gemeinsam von Kommune, Land und Bund getragen wird. Wir
wollen, dass Braunschweig hier aktiv auf eine bessere Ausstattung
hinwirkt, damit Angebote dauerhaft ausgebaut und gesichert werden können.
Ausbau des Stadtbahnnetzes: Entsprechend dem Konzept Stadt.Bahn.Plus muss
die Planung und der Bau unserer Straßenbahnen deutlich beschleunigt
werden. Wo immer möglich, setzen wir auf eigene Trassen mit begrünten
Gleisbetten, um das Stadtklima durch zusätzliche Grünflächen zu
verbessern.
Vorrang für Busse, Bahnen und Einsatzfahrzeuge: An Ampeln sollen
Stadtbahnen, Busse und Einsatzfahrzeuge konsequent Vorrang erhalten, damit
sie schneller und zuverlässiger vorankommen. Wo es sinnvoll ist, wollen
wir zusätzlich Busspuren einrichten, um Staus zu vermeiden und den ÖPNV zu
beschleunigen.
Erhalt und die Stärkung der Regiobusse und -bahnen: Wir setzen uns für
verlässliche und attraktive Verbindungen in die Region ein. Als
Oberzentrum übernimmt Braunschweig dabei Verantwortung und leistet seinen
Beitrag im Regionalverbund, um das Angebot zu sichern und auszubauen.
On-Demand-Verkehre und Nachtbusse: Flexible Angebote wie On-Demand-
Verkehre und Nachtbusse wollen wir dort einsetzen, wo sie den bestehenden
ÖPNV sinnvoll ergänzen. Dabei arbeiten wir eng mit der BSVG zusammen und
prüfen, welche Lösungen vor Ort am besten funktionieren.
Günstig mobil mit dem ÖPNV: Wir setzen uns für die Einführung attraktiver
ÖPNV-Tickets ein, die Familien, Alleinerziehende und andere
Sorgegemeinschaften gleichermaßen berücksichtigen. Unser Ziel ist es, Bus
und Bahn zu einer echten und preisgünstigen Alternative zum eigenen Auto
zu machen. Langfristig streben wir einen kostenlosen ÖPNV für alle jungen
Menschen in Schule, Ausbildung, Studium oder Freiwilligendienst an.
Familien- und klimafreundliche Mobilität stärken: Wir wollen bestehende
Förderprogramme für Fahrradanhänger und Lastenräder fortführen und
weiterentwickeln. Davon profitieren insbesondere Familien,
Alleinerziehende und andere Sorgegemeinschaften, die im Alltag flexibel
und bezahlbar mobil sein müssen. Gleichzeitig schaffen wir mehr geeignete
Abstellmöglichkeiten für Lastenräder, damit sie im Alltag praktisch und
sicher genutzt werden können.
Sicherheit im Verkehr – Schutz für alle Verkehrsteilnehmenden
Sichere Wege sind die Grundlage für eine lebenswerte Stadt. Verkehrssicherheit
hat für uns oberste Priorität – besonders für Kinder, ältere Menschen, Menschen
mit Behinderungen und diejenigen, die täglich Sorgearbeit leisten und oft
mehrere Wege miteinander verbinden. Deshalb richten wir unsere Verkehrsplanung
konsequent an ihrem Alltag aus: mit klaren Regeln, angepassten Geschwindigkeiten
und einer Infrastruktur, die Orientierung bietet und Unfälle vermeidet. So
schaffen wir eine Stadt, in der sich alle sicher und selbstständig bewegen
können.
Bauliche Maßnahmen zur Unfallprävention: Wir setzen auf Infrastruktur, die
Unfälle aktiv verhindert. Dazu gehören eine klare Trennung von Rad-, Fuß-
und Autoverkehr, sichere Querungshilfen, übersichtliche Kreuzungen sowie
angepasste Ampelschaltungen, auch mit längeren Grünphasen, wo sie für mehr
Sicherheit sorgen. Durchgehend geschützte Radwege wollen wir weiter
ausbauen.
Tempo 30 für mehr Sicherheit: Wir nutzen die erweiterten Spielräume im
Straßenverkehrsrecht konsequent, um Tempo 30 zur Regel zu machen –
insbesondere vor Kitas, Schulen, Spielplätzen, Senioreneinrichtungen und
entlang wichtiger Wege. Bestehende Lücken wollen wir schließen, um ein
zusammenhängendes und verständliches Tempo-30-Netz zu schaffen. So erhöhen
wir die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden und verbessern die
Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.
Lärmschutz und Sicherheit in der Nacht: Wo möglich, setzen wir uns für
Tempo 30 zwischen 22 und 6 Uhr auch auf Hauptverkehrsstraßen ein. Das
senkt das Unfallrisiko und schützt Anwohnende wirksam vor
gesundheitsschädlichem Lärm.
Sichere Nutzung von E-Scootern: Die Nutzung von E-Scootern soll klar
geregelt und sicher gestaltet werden. Neben festen Abstellflächen braucht
es eine bessere Durchsetzung bestehender Regeln und klare Kommunikation,
damit Konflikte im Straßenraum reduziert und die Sicherheit für alle
erhöht wird.
Radverkehr weiter konsequent fördern – Braunschweig wird Fahrradstadt
Neben dem ÖPNV ist das Fahrrad für uns eine zentrale Säule der Mobilität.
Bereits 26 % der täglichen Wege werden in Braunschweig mit dem Rad zurückgelegt.
Unser Ziel ist der Ausbau zu einer attraktiven Fahrradstadt mit einem
durchgängigen, sicheren und komfortablen Netz, das Menschen jeden Alters Spaß am
Umstieg macht.
Modernisierung bestehender Infrastruktur: Wir investieren konsequent in
die Sanierung vorhandener Radwege, um Gefahrenquellen zu entschärfen.
Dabei setzen wir auf ausreichende Breiten für Überholvorgänge und
Zweirichtungsverkehr, glatte Beläge sowie eine intuitive und sichere
Verkehrsführung an Kreuzungen.
Lückenloses Netz und Hauptradrouten: Wir entwickeln ein Gesamtkonzept aus
Radrouten, die die Stadtteile untereinander und mit der Innenstadt
verbinden. Diese Wege sollen nach Möglichkeit kreuzungsarm und baulich vom
Autoverkehr getrennt realisiert werden, um höchste Sicherheit zu
garantieren.
Regionale Radschnellwege: Für Berufspendler*innen schaffen wir schnelle
Verbindungen in die Nachbargemeinden Salzgitter und Wolfenbüttel sowie
perspektivisch nach Wolfsburg und Vechelde. Diese Wege ermöglichen auch
mit schnellen Pedelecs eine echte und zügige Alternative zum Auto.
Vollendung des Ringgleises: Wir forcieren den vollständigen Ausbau dieser
einzigartigen Verbindung. Insbesondere der Lückenschluss im Süden über die
Echobrücke soll zukünftig eine durchgehende Fahrt von der Gartenstadt bis
in den Bebelhof ermöglichen und das Ringgleis als Freizeit- und Alltagsweg
vollenden.
Zentrale Fahrradparkhäuser und Service: Wir setzen uns für zwei moderne
Fahrradparkhäuser in der Innenstadt und am Bahnhof ein – sicher, rund um
die Uhr erreichbar und ausgestattet mit Ladestationen sowie Werkstätten.
Bestehende Abstellplätze werten wir durch Überdachungen, Anlehnbügel und
Schließfächer spürbar auf.
Zu Fuß durchs Quartier – Sicher und barrierefrei unterwegs
Kurze Wege in den Quartieren oder zum nächsten Verkehrsmittel werden heute schon
überwiegend zu Fuß zurückgelegt. Wir wollen das Zufußgehen zur komfortabelsten
Wahl machen, indem wir verbindliche Qualitätsstandards einführen und die
Aufenthaltsqualität in unseren Stadtteilen spürbar steigern.
Verbindliche Mindeststandards für Gehwege: Wir setzen uns für eine
barrierefreie Infrastruktur mit ausreichend breiten Gehwegen, ebenen
Belägen und übersichtlichen Kreuzungen ein. Durch Hochbordsteine soll das
Parken auf Gehwegen verhindert werden, gleichzeitig achten wir auf
durchgehend barrierefreie Übergänge. Stadtweite taktile Leitsysteme
verbessern die Orientierung und den Komfort für alle.
Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum: Gerade für ältere Menschen oder
Personen mit eingeschränkter Mobilität sind regelmäßige Sitzmöglichkeiten
wichtig. Wir wollen mehr Bänke entlang wichtiger Wege und an Haltestellen
schaffen, damit auch längere Strecken gut bewältigt werden können.
Sichere Wege durch gute Beleuchtung: Wir sorgen in der gesamten Stadt für
eine verlässliche und gut abgestimmte Beleuchtung, damit Wege, Übergänge
und mögliche Hindernisse auch bei Dunkelheit gut erkennbar sind. So
erhöhen wir die Sicherheit für alle, die zu Fuß unterwegs sind, und
erleichtern die Orientierung im öffentlichen Raum.
Mehr Schatten für Fußwege: Wir fördern die konsequente Bepflanzung der Gehwege
mit Bäumen. Natürlicher Schatten verbessert das Mikroklima und ermöglicht es
allen Bürger*innen, auch an heißen Sommertagen ihre Wege angenehm und
gesundheitsschonend zu Fuß zurückzulegen.
Ein Wort ist dort zu viel
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