Korrektur von Tippfehlern
| Kapitel: | Unsere Energie für Braunschweig: Sicher, lokal und klimaneutral |
|---|---|
| Antragsteller*in: | KV Braunschweig (dort beschlossen am: 14.05.2026) |
| Status: | Angenommen |
| Verfahrensvorschlag: | Übernahme |
| Eingereicht: | 14.05.2026, 10:24 |
| Kapitel: | Unsere Energie für Braunschweig: Sicher, lokal und klimaneutral |
|---|---|
| Antragsteller*in: | KV Braunschweig (dort beschlossen am: 14.05.2026) |
| Status: | Angenommen |
| Verfahrensvorschlag: | Übernahme |
| Eingereicht: | 14.05.2026, 10:24 |
Korrektur von Tippfehlern
Soziale Wärmewende & Schutz vor Energiearmut: Wir haben vor, den Gasausstieg durch eine vorausschauende Wärmeplanung sozial verträglich zu gestalten. Unser Ziel ist es, Bürger*innen[Leerzeichen]vor unrentablen fossilen Fehlinvestitionen und künftigen Kostenfallen zu schützen. Wir wollen
Braunschweig steht vor der großen Aufgabe, die Energiewende vor Ort sozial
gerecht und wirtschaftlich vernünftig zu gestalten. Unser Ziel ist es, die Stadt
schnellstmöglich auf den Pfad der Klimaneutralität zu führen. Das spart uns
Braunschweiger*innen auf lange Sicht Kosten und macht uns unabhängiger von
Preisschwankungen fossiler Importe. Dabei setzen wir auf Transparenz für alle
Bürger*innen und Unternehmer*innen, die Vorbildfunktion der Verwaltung und eine
kluge Nutzung lokaler Ressourcen.
Die Wärmewende: Planungssicherheit für Ihr Zuhause
Die kommunale Wärmeplanung ist das Herzstück einer verlässlichen Energiepolitik.
Wir möchten allen Eigentümer*innen und Mieter*innen Planungssicherheit beim
Umstieg auf zukunftsfähige Energieversorgung geben.
Verlässliche Wärmeplanung: Unser Ziel ist es, die kommunale Wärmeplanung
zügig und konsequent umzusetzen. Neben der Fernwärme, die wir nachhaltiger
gestalten müssen, fördern wir dezentrale Lösungen.
Sicherheit durch Konzeption: Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadt für
alle Stadtteile verlässliche Konzepte zur Wärmeversorgung vorlegt. Die
Umsetzung soll in enger Abstimmung mit Energieunternehmen erfolgen, damit
Planungssicherheit für Investitionen in Heizungen und Sanierungen
entsteht.
Gasnetz-Transformation: Wir setzen uns für die Erstellung eines klaren
Konzepts zum geordneten Ausstieg aus dem Gasnetz ein, damit nicht aus
Planlosigkeit die gesamten Netzkosten an den Kund*innen hängen bleiben.
Ziel ist es, rechtzeitig Alternativen für alle Quartiere zu schaffen. Für
die schrittweise Stilllegung der Gasverteilnetze soll den Bürger*innen
transparent dargestellt werden, in welcher Reihenfolge und in welchen
Stadtteilen die Gasverteilnetze perspektivisch unwirtschaftlich werden und
daher abzulösen sind.
Zukunftstechnologien vor Ort nutzen: Wir wollen moderne Lösungen für die
Energieversorgung direkt in den Stadtteilen voranbringen. Dabei geht es
nicht nur um große Industrieanlagen, sondern um konkrete, alltagstaugliche
Lösungen für die Wärme vor Ort. Wir setzen auf Technologien wie
Großwärmepumpen, Geothermie und die Nutzung von Abwärme aus Betrieben für
ganze Quartiere. Denn Energiepolitik endet nicht an der Steckdose. Strom,
Wärme und Industrie müssen zusammen gedacht werden.
Bezahlbarkeit sichern: Die Wärmewende ist ein Gemeinschaftsprojekt, das
nur gelingt, wenn sie sozial ausgewogen gestaltet wird. Wir setzen uns
dafür ein, dass Klimaschutz bezahlbar und preiswert bleibt und alle
Menschen die Möglichkeit haben, daran teilzuhaben.
Soziale Wärmewende & Schutz vor Energiearmut: Wir haben vor, den
Gasausstieg durch eine vorausschauende Wärmeplanung sozial verträglich zu
gestalten. Unser Ziel ist es, Bürger*innen vor unrentablen fossilen
Fehlinvestitionen und künftigen Kostenfallen zu schützen. Wir wollen
städtische Förderungen so ausweiten, dass der Zugang zu erneuerbaren
Energien und günstigeren Tarifen direkt dort ermöglicht wird, wo
Energiearmut droht. So stellen wir sicher, dass alle Braunschweiger*innen
von der Energiewende finanziell profitieren. Dennoch entstehende soziale
Härten wollen wir angemessen abfedern.
Fachkräfte gewinnen und qualifizieren: Die Wärmewende braucht ausreichend
Fachkräfte und ein starkes Handwerk vor Ort. Deshalb setzen wir auf eine
enge Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer und wollen
Zukunftstechnologien rund um erneuerbare Energien und Green Tech stärker
erlebbar machen. So wecken wir Interesse, gewinnen Nachwuchs und stärken
die Ausbildung im Handwerk gezielt.
Stadt als Energieproduzentin stärken: Wir wollen, dass Braunschweig selbst
stärker Energie erzeugt, zum Beispiel durch eigene Anlagen für erneuerbare
Energien wie Solar, Wärme oder Windkraft. Andere Kommunen zeigen, dass das
funktioniert und langfristig für stabile Preise sorgt. Eigene
Energieerzeugung macht unabhängiger, schafft Einnahmen für die Stadt und
hilft, die Wärmewende bezahlbar zu gestalten.
Braunschweig unter Strom: Solarausbau und dezentrale Energie
Wir wollen Braunschweig zu einer Energiedrehscheibe der Region entwickeln. Die
Sonne ist eine unserer wichtigsten verfügbaren Energiequellen, ihr Potenzial
wollen wir in Braunschweig deutlich stärker nutzen. Dächer, Fassaden und
Freiflächen bieten große Chancen für saubere Energie, die wir konsequent
erschließen wollen. Das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK) muss dabei endlich
entschlossen umgesetzt werden.
Braunschweigs Dächer zu Kraftwerken machen: Wir setzen uns dafür ein, den
Ausbau von Photovoltaik auf allen geeigneten städtischen Liegenschaften
deutlich zu beschleunigen. Dabei wollen wir die Energiegenossenschaft
Braunschweiger Land eG gezielt einbinden, stärken und weiter ausbauen. Sie
wurde gemeinsam von Stadt, Unternehmen und weiteren Partnern gegründet, um
den Ausbau erneuerbarer Energien – insbesondere von Photovoltaik –
voranzutreiben. So können Projekte schneller umgesetzt, Bürger*innen
beteiligt und die Energiewende vor Ort konkret vorangebracht werden.
Dezentrale Energiegemeinschaften: Unser Ziel ist es, Nachbarschaften und
Bewohner*innen von Mehrfamilienhäusern dabei zu unterstützen,
Energiegemeinschaften zu bilden. Dafür wollen wir prüfen, wie die Stadt
gezielt unterstützen kann – etwa durch bessere Beratung oder passende
Förderangebote. So sollen Strommodelle für Mieter*innen und
gemeinschaftliche Eigenversorgung einfacher werden und sich stärker
verbreiten.
Freiflächen und Windkraft: Wir setzen uns für schnellere Verfahren bei
Freiflächen-PV-Anlagen auf städtischen Flächen ein und prüfen zusätzliche
geeignete Flächen, auch im Zusammenhang mit landwirtschaftlicher Nutzung.
Gleichzeitig wollen wir die ausgewiesenen Windkraftflächen konsequent
nutzen. Wichtig ist uns, dass die Wertschöpfung vor Ort bleibt und die
Menschen vor Ort einbezogen werden – etwa bei der Verwendung der
Akzeptanzabgabe.
Balkon-Kraftwerke: Balkon-PV-Anlagen ermöglichen auch Mieter*innen einen
einfachen Einstieg in die eigene Stromerzeugung. Wir wollen bestehende
Förderungen überprüfen und gezielt weiterentwickeln, damit möglichst viele
Haushalte von günstigem Strom profitieren können.
Energetische Gebäudesanierung und modernes Management
Städtische Gebäude sollen Vorbilder für Klimaschutz, gute Nutzung und
verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln sein. Dafür brauchen wir
schnelle Effizienzmaßnahmen, langfristige Sanierungen und ein Gebäudemanagement,
das Zustand, Energieverbrauch und Modernisierungsbedarf verlässlich im Blick
hat.
Energieverschwendung stoppen: Wir setzen uns dafür ein, sofort umsetzbare
Effizienzmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden zu identifizieren und
umzusetzen.
Wohlfühlklima für Bildung: Unser Ziel ist es, Schulen, Sportanlagen und
andere städtische Einrichtungen umfassend energetisch zu sanieren. Das
spart nicht nur CO2 und Kosten, sondern sorgt auch für ein besseres
Lernumfeld für unsere Kinder.
Modernes Gebäudemanagement: Wir wollen das Gebäudemanagement der Stadt
transparenter und verlässlicher machen. Zuständigkeiten müssen klar sein,
Modernisierungen schneller umgesetzt und Gebäude regelmäßig auf ihren
Zustand, Energieverbrauch und Sanierungsbedarf geprüft werden. Smart Meter
können dabei helfen, Energieverbräuche sichtbar zu machen und
Einsparpotenziale gezielt zu nutzen.
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